Vorbild


Im Jahr 1909 wurde eine kleine Lokstation mit zweigleisigen Rechteckschuppen in Boppard errichtet.
Hier wurden die die Zahnradlokomotiven der preußischen Gattung T 26 gewartet, die die Zahnradstrecke der Hunsrückbahn befahren haben.
Ende der 1920er Jahre wurden hier preußische T 16.1 mit Gegendruckbremse stationiert. Diese lösten die T 26 bis 1931 komplett ab.
Dadurch konnte auf den Zahnradabschnitt auf der Hunsrückbahn verzichtet werden.



Auf der Hunsrückbahn wurden ab 1956 Schienenbusse für den Personenverkehr eingesetzt und lösten damit die Dampflokomotiven auf der Hunsrückbahn ab.
Nach dem Ende des Dampfbetriebes auf der Hunsrückbahn verzichtete die DB bereits auf einen Teil der Einrichtungen des Bopparder Lokbahnhofs.
Allerdings wurden die Gleisanlagen und der Lokschuppen weiterhin zum Abstellen der Schienenbusse genutzt.



Abriss


Mitte der 1970er Jahre wurde der baufällige Lokschuppen abgerissen.
An der Stelle wurde ein neues Gebäude für die Bahnmeisterei errichtet.
Hier wurde auch für die Wartung der Steilstrecke ein steilstreckentauglicher Schwerkleinwagen (Skl) mit Anhänger stationiert.
Allerdings wurde die Bahnmeisterei in den 1980er Jahren schon aufgegeben und stand fortan leer.



Neuanfang


Ende 2009 wurde der Verkehr auf der Hunsrückbahn von Rhenus Veniro übernommen.
Seit Mai 2011 fahren die weiß – blauen Triebwagen im Stundentackt auf der Strecke.
Die Triebwagen werden gewartet und untergestellt in einem ab 2007 an derselben Stelle des früheren Lokbanhofs komplett neu errichteten Betriebshofes inklusive Verwaltungs – und Werkstattkomplex.



Modell


Das Modell des ehemaligen Rechteckschuppens der Lokstation von Boppard wird auch in dem Zustand um 1970 nachgebildet.
Der große Schornstein, der neben dem Gebäude angebaut war sowie die ganzen Rauchabzüge für die Dampflokomotiven auf dem Dach fallen komplett weg.
Auch hier wurde wieder eine komplette 3D – Zeichnung in 1:87 erstellt um alle Einzelteile wieder via Lasercut herzustellen.
Die Lokstation wird verputzt und bekommt ein Schieferdach.



Hier sieht man die Konstruktion des Gebäudes aus 2 mm und 1 mm Finnpappe. Das Gebäude lässt sich durch die Konstruktion komplett ineinanderstecken.



CAD - Layout der ehemaligen Lokstation Boppard in 1:87.



CAD - Layout der ehemaligen Lokstation Boppard in 1:87 mit dem Dachstuhl.



CAD - Layout der ehemaligen Lokstation Boppard in 1:87 mit dem Schieferdach.


Materialien


Die Wände werden aus 2 mm und 1 mm Finnpappe gelasert.
Alle Fenster und Türen aus 0,5 mm Architekturkarton, die Fensterscheiben aus Acryl und die Dachbalken aus 2 mm Sperrholz.
Der Sockel und die Wandstützen werden wieder aus Resin abgegossen und das Dach aus Dachplatten in Schieferoptik eingedeckt.







Alle Wände aus Finnpappe wurden miteinander verklebt und die Dachbalken wurden in die dafür vorgesehenen Öffnungen gesteckt.



Die Bogenfenster mit Sprossengitter, gelasert aus Architekturkarton werden grau gefärbt.



Muster von den funktionsfähigen Lokschuppentoren und ein Sprossenfenster.





Detailansichten der verptzten Wände.
Der Putz wurde mit dem Pinsel auf die Wand getupft.
So erhält man eine entsprechende Struktur.



Die Bogenfenster sind eingeklebt und die Scheiben eingesetzt.



Die Fenster am Seitenanbau wurden eingeklebt und mit Scheiben versehen.



Gelaserte Einzelteile für die Lokschuppentore.



Links das fertige Lokschuppentor und rechts die unbehandelten Tore aus Laserkarton.



Die Lokschuppentore werden mit einem Draht in der Giebelwand und in dem Boden des Gebäudes befestigt, damit sie beweglich sind.




Ansicht der Lokschuppentore geöffnet und geschlossen.
Der mittige Anschlag der Tore erfolgt über einen Falz - Gegenfalz an beiden Seiten.




Ansichten des Lokschuppendaches aus Graupappe um den Dachüberstand zu ermitteln.
Das Dach wird noch mit Schiefer eingedeckt.



Muster für das Schieferdach.
Die Schieferoptik wurde mit dem Laser auf die Finnpappe graviert und dann farblich behandelt.



Das Muster gibt eine sehr feine Optik des Schiefers wieder und macht einen sehr stimmigen Eindruck.




Die Mauerstützen und die Sockel wurden mit dem 3D - Drucker gedruckt. Dabei wurde auf ein einheitliches Fugenbild geachtet.
Nun werden aus den Formen Abdrücke gemacht und diese damm mit Resin abgegossen und farblich behandelt.


Der Bauberichtericht wurde von unserem Mitglied Benjamin Umbach erstellt. Einige Bilder im Bericht wurden uns freundlicherweise von Herrn Erich Martin Hermanspahn zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Herzlichen Dank!