Die neue Anlage

Hier erfahren Sie, warum es zum Neubau der Vereinsanlage gekommen ist und wie die Vorbildauswahl getroffen wurde.

Über den optischen Baufortschritt informieren wir Sie wenn Sie hier klicken.

Aufgrund des Umbaus des Bahnhofsgebäudes Avenwedde durch die Stadt Gütersloh war es erforderlich die alte Modellbahnanlage komplett abzureißen. Nach dem Bezug der neuen Räume im Frühjahr 2006 erfolgte die Aufbereitung der neuen Räume.

Parallel dazu wurde die neue Vereinsanlage geplant. Die neuen Räume verlangten ein komplett neues Konzept für die Anlage, zumal uns jetzt weniger Platz zur Verfügung steht.

Die ersten Planungsvorschläge zur „Neuen“ waren sehr vielfältig und unterschiedlich. Hier einige Bespiele:
Anlage in zwei Etagen: Oben nach Motiven der TWE und unten den viergleisigen Abschnitt der Strecke Gütersloh-Bielefeld incl. Bahnhof Avenwedde. Diese an sich gute Idee scheiterte zuletzt an den zu hohen Kosten und Aufwand (Möbelbau, Abstellbahnhof als Lift).
Nachbau des Hauptbahnhofs Gütersloh. Diese Idee scheitere an Platzmangel dazu hätten wir 25 m Länge gebraucht.
Nachbau des Hauptbahnhofes Kiel. Diese Idee entstand aus dem Wunsch einen großen Kopfbahnhof nachzubilden und scheiterte wieder aus Kosten- und Platzgründen und einen zu hohen Arbeitsaufwand.
Selbst ein Nenngrößenwechsel hin zur Spur 0 wurde lebhaft diskutiert.

Am Ende aller Diskussionen entstand die Idee wieder den Bahnhof Boppard als Vorlage zu nehmen wie er als spiegelverkehrter Gleisplan für den Bahnhof „Raesfeld“ auch schon auf der alten Vereinsanlage zu finden war. Wir haben das alte Anlagenkonzept unter anderem auch gewählt, um zu zeigen, dass man mit heutigen Mitteln viel konsequenter das Vorbild nachbilden kann, das gilt sowohl für die Technik, als auch für den Landschaftsbau.

Der Neubau der Anlage wird sich streng an den Örtlichkeiten in Boppard und dem Hunsrück halten.

Warum Boppard am Rhein?

Diese Frage haben wir öfters gehört. Dazu einige Antworten:

Eine Modelleisenbahn (wie wir sie wünschen) soll ein möglichst realistisches Vorbild haben. Gewünscht wurde auch eine elektrifizierte zweigleisige Hauptbahn mit viel Verkehr und einen Bahnhof, an dem auch Schnell- und Intercityzüge halten. Weiterhin besteht der Wunsch nach einer Nebenbahn in reizvoller landschaftlicher Umgebung.

Wenn man diese Wünsche auf 60 m² Anlagefläche realisieren will, kommt man schnell auf Boppard. Der Bahnhof ist nicht zu groß und lässt sich in einen normalen Kostenrahmen realisieren. Noch heute halten in Boppard Intercityzüge. Auch die Nebenbahn ist in Boppard mit der Hunsrückbahn vertreten.

Ein Vereinsausflug nach Boppard untermauerte diesen Plan. Da wurde die Bahnsteigbreite vermessen, die Stadt besichtigt und die Hunsrückbahn mit einer 12 Kilometer langen Wanderung bergan bis Buchholz besichtigt. Inzwischen wurde ein zweiter Ausflug genutzt um weitere Details der Region für die Umsetzung auf der Anlage zu sichten.

Und nicht zuletzt handelt es bei Boppard um eine schöne Stadt inmitten des Weltkulturerbes „Mittleres Rheintal“.

Jetzt befindet sich die Anlage im Bau. Heute schon zu sehen ist der Schattenbahnhof, der Bahnhof Boppard in voller Größe sowie ein Teil der linken Rheinstrecke.

Die Anlage wird digital gesteuert und die Aufgabe des Stellpultes übernimmt ein PC.

Die Nebenbahn nach Buchholz mit ihren zwei großen Viadukten ist das erste Anlagenteilstück, an dem der Landschaftsbau begonnen wurde. Die beiden großen Viadukte entstanden im Selbstbau.

Weitere Schritte des Anlagebaus sind:

Landschaftliche Detaillierung des Bahnhofs Boppard mit Gebäudeselbstbau (unter vielen anderen das heute leider abgerissene Bahnhofsgebäude von Boppard und dem historischen Säuerlingsturm).

Nachbau des Mühlbachtals mit Gebäudeselbstbau mitsamt der Sesselbahn und einer auf den Weinbergen liegende Ausflugsgaststätte.

Nachbau des Rheintals (das Rheinufer wird am Anlagenrand angedeutet).

Teilweiser Nachbau der Stadt Boppard (die Reste des alten Römerkastells befinden sich direkt neben den Bahngleisen).

Als letzter Arbeitsschritt erfolgt der Nachbau des Bahnhofs Buchholz über dem Schattenbahnhof mit dem Gleisanschluss der Firma BOMAG.

Man sieht, es liegt noch sehr viel vor uns. Die Anlage wird noch lange eine Baustelle bleiben. Wir werden uns Zeit lassen! Der Sinn unseres Vereins ist die Beschäftigung mit der Eisenbahn und mit der Modellbahn. Daher ist gerade beim Bau der Modellbahn der Weg das Ziel.

Informieren Sie sich hier über den optischen Baufortschritt der Anlage.