SpurN-Modul-Anlage


Diese Module sind für den FREMO kompatibel gebaut, werden also auch auf FREMO-Treffen eingesetzt.



Dieses geplante Arrangement haben wir dann auch so aufgebaut.



Am Freitagabend haben wir die Module bereits aufgestellt, hier noch ohne Gebäude und Fahrzeuge


Auf der linken Seite im Hintergrund ist ein sogenannter Schattenbahnhof, dieser dient dazu, Züge für den Betrieb der Modul-Anlage bereitzustellen oder aufzunehmen.
Der Schattenbahnhof verfügt ebenfalls über eine Drehscheibe (manuell zu bedienen), um eintreffende Dampf-Lokomotiven ggf. wieder drehen zu können.




Es folgt die Betriebsstelle Zeche Mauritz Humboldt. Hier wird Kohle gefördert, die in einer Kokerei (nicht im Arrangement enthalten) zu Koks weiter verarbietet wird. Dieser Koks wird dann im Hochofen Kattrup benötigt.




Wir haben mit einer BR44 16 Fal-Wagen in die Zeche gebracht.


Die leeren Wagen werden in der Abstellgruppe abgestellt. Dort werden sie von der Ortslok (hier eine V60 "MH2") in Gruppen zu 4 Wagen zur Beladung gebracht und dort mit Kohle befüllt. Die vollen Wagen werden ebenfalls in der Abstellgruppe aufgestellt. Hier wird also viel rangiert, bis alle 16 Wagen voll sind.



In Fahrtrichtung nach Elisburg folgt ein Y-Modul als Adapter. Da Elisburg ein zweigleisiger Bahnhof ist, die Strecke an der Zeche nur eingleisig ist, wird dieses Y-Modul benötigt.


Der Bahnhof Elisburg (noch im Bau) wird erreicht. Dieser Bahnhof ist als Traktionswechsel-Bahnhof konzipiert, da aus Elisburg eine Nebenbahn ohne Oberleitung abzweigt. Hierfür ist es erforderlich, dass eingehende Züge mit E-Lok's, die in die Nebenbahn weiter fahren sollen, eine andere Lok erhalten.


Da andere Streckenabschnitte im Arrangement auch keine Oberleitung hatten, haben wir in Elisburg von Dampf- auf Diesel-Traktion gewechselt, weil im Hochofen nicht die Möglichkeit zum Drehen der Dapfloks besteht.




Hier begenen sich der volle Kohle-Zug mit der BR44 mit den bereits abgestellten leeren Wagen aus dem Hochofen.


Die BR44 wird in Elisburg versorgt, übernimmt dann den eingetroffenen Leer-Zug. Die V200, die den Leer-Zug von Kattrup nach Elisburg gebracht hat, wurde ebenfalls in Elisburg aufgetankt und steht nun wieder für die Fahrt zum Hochofen mit dem eingetroffenen Kohle-Zug zur Verfügung.



Das BW in Elisburg bietet eine Bekohlung, mehrere Wasserkräne, eine Untersuchungsgrube, eine Besandung sowie eine Diesel-Tankstelle. Es gibt auch eine Lok- und Wagenreparaturwerkstatt, ein Versogungsgleis und die typische Drehscheibe. Der Ringlokschuppen ist ebenfalls an der Drehscheibe vorhanden, diesen haben wir aber für die Ausstellung nicht aufgestellt.


Der Bahnhof Elisburg wird mit einer Software gesteuert, die ein DB-Stellpult der Bauart SpDrS60 mit fast allen Funktionalitäten emuliert. Dies erfolgt auf einem Touch-Bildschirm, der z.B. die Start-Ziel-Eingabe über zwei Tasten ermöglicht, wie beim Vorbild. Alle benötigten Weichen und Signale, Schutzweichen, Durchrutschweg usw. werden dann von der Software entsprechend gestellt. Die sogenannte Fahrstrasse wird gestellt und das Signal wird auf "Fahrt" gesetzt. Wenn die Lok das Start-Gleis verlassen hat, wird selbstständig das Signal wieder auf "Halt" gestellt. Hat der Zug den Bahnhof verlassen, werden die zuvor gestellten Weichen, Schutzweichen, Fahrstrassen etc. wieder aufgelöst.
So lange Fahrstrassen bestehen und gesichert sind, läßt es die Software nicht zu, diese betroffenen Weichen oder Signale zu verstellen. Nur durch besondere Tasten können Signale gestellt, Fahrstrassen aufgelöst werden, ohne dass eine Zugbewegung erfolgt ist.
Auch dies ist Vorbildgerecht.



Am Abzweig zur Nebenbahn kommt die Betriebsstelle "Brennstoffhandel". Diese Betriebsstelle versorgt die nährere Umgebung mit Brennstoffen wie Kohle, Koks, Heizöl usw. An der Laderampe können landwirtschaftliche Güter umgeschlagen werden.




Nach dem Brennstoffhandel kommt die Betriebsstelle "Hochofen Kattrup". Diese Betriebsstelle muß mit entsprechenden Gütern für die Stahlerzeugung versorgt werden, also Züge mit Koks, Erz, Zuschlagstoffen, Schrott und so weiter werden dorthin transportiert. Das flüssige Roheisen wird allerdings nicht in Kattrup verarbeitet, es wird in sogenannten Torpedopfannen-Wagen zu einem weiterverarbeitenden Betrieb transportiert. Beim Hochofen fallen weitere Abfallprodukte an, die ebenfalls mit der Bahn abtransportiert werden.



Im Vordergrund sind die zwei Bahnsteig-Gleise zu sehen, an einem steht der wartende VT95.


Die weiteren Gleise sind Verladegleise für Roheisen (in Torpedo-Wagen), dort wird auch die Schlacke verladen und in der Schlackengrube gelagert.
Auf den hinteren Gleisen wird gerade Koks bzw. Erz auf der Tiefentladung in den Bunker entladen.


Die Entladung dar Fal-Wagen erfolgt auf dem Bunker mit einer Tiefentladung. Das bedeutet, dass die Ladung aus dem Wagen per Schwerkraft entladen wird. Die Entladegleise bzw. die Schiebe-Bühne können 8 Wagen aufnehmen, so war die Zuglänge von 16 Wagen gut zu bewältigen.
Das Entladen der Wagen haben wir durch herausnehmbare Ladeeinsätze nachgestellt. So war schnell zu erkennen, ob es sich um einen vollen Zug für den Hochofen handelt oder ob es der Leer-Wagen-Zug ist.




In weiteren Zügen (Ng's / Nahgüterzüge) wurden weitere Frachten, die für den Hochofen, Elisburg oder den Brennstoffhandel benötigt wurden, befördert.


Auch der Personenverkehr wurde nachgestellt, sogar ein TEE (VT11.5 BR 601) war dabei, sowie eine V80 mit 3- und 4-achser Umbauwagen, ein VT12.5 BR 612, eine 218 mit Silberlingen sowie ein VT95 als Pendelzug auf der Nebenbahn


Das interessierte Publikum hat sich über die Technik informiert. Welches Gleismaterial verbaut wurde, wie die Weichensteuerung umgesetzt wurde, wie die Fahrzeuge digitalisiert wurden, mit welcher Software der Bahnhof betrieben wurde. Es gab viele Fachgespräche zu unterschiedlichen Themen.


Die Betriebsstellen des Arrangement:


ElisburgBahnhof Elisburg

BrennstoffhandelBetriebsstelle Brennstoffhandel

HochofenHochofen Kattrup

ZecheZeche Mauritz Humbold

SchattenbahnhofDer Schattenbahnhof